Der Philosoph Alan de Botton fragt in einem seiner Gesellschaftsspiele:

„Was würdest du der Welt lernen wenn Du könntest?“ Meine Antwort wäre: „Meditation“

Meditation ist der einfachste, beste und schnellste Weg sich selbst erkennen und Veränderung herbei führen zu können. Und dies nicht nur bei sich selbst sondern auch in seiner Umwelt.

Es gibt unendlich viele verschiedene Methoden der Meditation. Eine Art der Meditation engagiert den Geist durch Sprache und Visualisierung um ihn aus dem Gedankenkreislauf zu nehmen und die andere Art der Meditation versucht das Momentum der Stille und Ruhe durch Nichtstun-/Denken zu etablieren.

Ich möchte jeden bekräftigen Meditation, in welcher Form auch immer, auszuprobieren und dies auf längere Zeit. Oftmals höre ich: „das war keine gute Meditation“ oder „ich war gar nicht da“. Dazu möchte ich sagen, dass es keine gute oder schlechte Meditation gibt. Schlecht kann nur die Meditation sein, die nicht gemacht wird, würde mein buddhistischer Lehrer sagen. Und um wirklich da und präsent zu sein bedarf es der Übung. Gewisse Anteile von uns sind immer präsent so dass die Meditation auf jeden Fall eine Wirkung hat.

In der Zen-Meditation, in der in die absolute Leere gegangen wird, habe ich einen transzendenten Zustand erfahren in welchem ich jeglichen Bezug zu Umwelt und Körper verlor. Der Körper löste sich gänzlich auf so dass nur die göttliche Essenz meiner Selbst übrig blieb. Eine Essenz die alles in sich selbst enthielt, nichts vermisste und Frieden und Liebe empfand. Sie konnte auch keinem Geschlecht zugeordnet werden. In diesem Moment war ich davon überzeugt, dass ich für Niemanden mehr sichtbar wäre, da in einem anderen „Raum“. Diese Erfahrung zeigt mir, dass wir eine Seele sind mit einem Körper und nicht umgekehrt.

Meditation ist aber nicht dafür da um bestimmte Zustände oder gar Erleuchtung zu erreichen. Sie sollte als eine Disziplin erachtet werden die in sich selbst Erfüllung und Wirkung findet.

Später habe ich Vipassana Meditation in Schweige-Retreats gelernt und habe auch mehrere Monate für mich selbst im Schweigen gelebt (ohne sprechen, lesen, Radio hören, Fernseher schauen). Diese Erfahrung gehört zu meinen wertvollsten, da die Entkoppelung von Menschen, Informationen, Spiegelungen im Aussen mich auf brutalste Weise auf mich selbst zurückwarf. Ängste, Bedürfnisse, Ideen, Gedanken kamen zum Vorschein, von niemandem anderen erzeugt als von mir selbst, von niemand anderem zu verstehen und zu verarbeiten als von mir selbst.

Vipassana Meditation wird auch Meditation zur Einsicht genannt da die Selbstbeobachtung des Geistes und seiner Gedanken und der

Körperempfindungen Zusammenhänge erkennen lässt. Es wird eine Achtsamkeit geschult die unmittelbar erkennen lässt was im Moment besteht, was die Realität beinhaltet oder wo Illusion besteht. Somit können Glaubenssätze und Leiden erkannt und aufgelöst werden. Selbstbestimmung und Erfahrung von Frieden nimmt Platz.

Wir müssen zuerst erkennen wer wir sind, dies akzeptieren, dann kann Veränderung Platz nehmen.

Es ist wundervoll, dass S.N. Goenka in seiner Vereinigung die Möglichkeiten bietet die Vipassana Meditation nahezu kostenfrei erlernen zu können. Auch bietet die Webseite der Vereinigung ein Fundus von Informationen. Hier der link:

https://www.dvara.dhamma.org/de/vipassana/